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31.08.2010, 18:37 Uhr |
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Zusätzlicher Lärm für Zeppelinheim und Gravenbruch? Heftige Debatte im Ortsbeirat Zeppelinheim
Zu einer heftigen Kontroverse kam es zwischen Walter Winter (CDU), Kreisbeigeordneter und Vertreter der Stadt Neu-Isenburg in der Fluglärmkommission und Ewald Anton. ("Bündnis 90 / die Grünen), Ortsbeirat in Zeppelinheim und Mitglied des "Expertengremiums Aktiver Schallschutz", über die Einschätzung der Folgen der geplanten Maßnahmen Paket 1 des Expertengremiums für Neu-Isenburg.
Ausgangspunkt der Kontroverse war ein Bericht des Magistrats, angefordert von der CDU im Ortsbeirat Zeppelinheim, in dem die CDU Auskunt begehrte, welche Folgen das Maßnahmenpaket für den Ortsteil Zeppelinheim habe.
Den Antrag finden Sie unter "Aktuelles" > "Anträge / Anfragen".
Ewald Anton, Mitglied des Expertengremiums und Vertreter von Bündnis 90 / die GrünenOrtsbeirat in Zeppelinheim, stellte auf Bitte des Magistrats das erste Maßnahmenpacket der Expertengruppe vor.
Nach seiner Auffassung sind die Folgen für Neu-Isenburg, die einzelne Stadtteile betreffend, in der Summe minimal, und werden durch Kompensationen an anderer Stelle ausgeglichen, in Zeppelinheim ändere sich nichts, so Ewald Anton.
Ganz anders sieht das Walter Winter (CDU), Vertreter der Stadt Neu-Isenburg in der Fluglärmkommission.
Konkret ging der Streit zum Einen um die Folgen der Belastung durch das neue, von der Expertengruppe vorgeschlagene "vertikale Abflugverfahren" , das wegen der Steilstarts nach Ansicht von Winter mehr Lärm und Luftverschmutzung für Zeppelinheim bringt und zum Anderen um das neue Anflugverfahren, "Segmented approach", das Offenbach und Hanau entlastet auf Kosten von Neu-Isenburg
Winter befürchtet durch das vertikale Abflugverfahren eine zusätzliche Belastung des Ortsteils Zeppelinheim und unter Umständen für Teilbereiche der Mutterstadt.
Nicht damit abfinden will sich Winter, dass Offenbach und Hanau, für deren Betroffenheit er sehr wohl Verständnis hat, auf Kosten Gravenbruchs und anderer Gemeinden des Kreises Offenbach entlastet werden.
In seiner Einschätzung kann sich Winter auf Berechnungen von Dr Dietrich Kühner, vereidigter Sachverständiger für Schallschutz in Industrie und Verkehr, berufen, nach dessen Einschätzung als Folge der neuen Anflugsrouten nachts zwischen 23 und 06 Uhr der mittlere nächtliche Maximalpegel gegenüber 2005 im Bereich Gravenbruch von 6 bis 10 dB ansteigt..
Daraus folgt aus Sicht des Sachverständigen ein "dramatischer Anstieg der zusätzlichen Aufweckreaktionen.
"Insofern ist die Forderung des Magistrats an das Forum "Flughafen und Region" die Anflugroute so zu verlegen, dass keine zusätzliche Fluglärmbelastung für Neu-Isenburg entsteht, kosequent und erforderlich", so Winter. "Man kann einer stark belasteten Stadt, die 75 % des Gesamtanflugs auf Rhein Main hat, nicht noch zusätzliche Last aufbürden, auch wenn es darum geht, andere schwer belastete Städte zu entlasten."
aktualisiert von Walter Winter, 07.11.2010, 11:51 Uhr |
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