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Bürgermeister Herbert Hunkel

   
Presse
31.08.2010, 18:37 Uhr | Übersicht | Drucken
Kein zusätzlicher Lärm für Zeppelinheim und Gravenbruch
Heftige Debatte im Ortsbeirat Zeppelinheim


Zu einer heftigen Kontroverse kam es zwischen Walter Winter (CDU), Kreisbeigeordneter und Vertreter der Stadt in der Fluglärmkommission seit 1993 und Ewald Anton. ( "Bündnis 90 / die Grünen), Ortsbeirat in Zeppelinheim und Mitglied des Expertengremiums Aktiver Schallschutz, über die Einschätzung der Folgen der geplanten Maßnahmen Paket 1 des Expertengremiums für Neu-Isenburg.


Ausgangspunkt der Kontroverse war ein Bericht des Magistrats, angefordert von der CDU im Ortsbeirat Zeppelinheim, in dem die CDU Auskunt begehrte, welche Folgen das Maßnahmenpaket  für den Ortsteil Zeppelinheim möglicherweise habe. 

Den Antrag finden Sie unter "Aktuelles" > "Anträge / Anfragen".

Ewald Anton, Mitglied des Expertengremiums und Ortsbeirat in Zeppelinheim, stellte  auf Bitte des Magistrats  das erste Maßnahmenpacket der Expertengruppe vor.

Nach seiner Auffassung sind die Folgen für Neu-Isenburg, die einzelne Stadtteile bereffen, in der Summe minimal, und werden durch  Kompensationen an anderer Stelle ausgeglichen, in Zeppelinheim ändere sich nichts.

Ganz anders sieht das Walter Winter, Vertreter der Stadt Neu-Isenburg in der Fluglärmkommission. 

Konkret ging der Streit um die Folgen der Belastung  durch das neue, von der Expertengruppe vorgeschlagene "vertikale Abflugverfahren" für die Zeppelinheimer und  durch eines neuen Anflugverfahrens, "Segmented approach", das Offenbach und Hanau auf Kosten von Neu-Isenburg Gravenbruch entlastet für die Gravenbrucher.

Winter befürchtet durch das vertikale Abflugverfahren eine zusätzliche Belastung des Ortsteils Zeppelinheim und unter  Umständen für Teilbereiche der Mutterstadt.

Nicht damit abfinden will sich Winter, dass Offenbach und Hanau, für deren Betroffenheit er sehr wohl Verständnis hat, auf Kosten Gravenbruchs und anderer Gemeinden des Kreises Offenbach entlastet werden.

In seiner Einschätzung kann sich Winter auf Berechnungen  von Dr Dietrich Kühner, vereidigter Sachverständiger für Schallschutz in Industrie und Verkehr, berufen, nach dessen Einschätzung als Folge der neuen Anflugsrouten nachts zwischen 23 und 06 Uhr der mittlere nächtliche Maximalpegel gegenüber 2005 im Bereich Gravenbruch von 6 bis 10 dB ansteigt .

Daraus folgt aus Sicht des Sachverständigen ein "dramatischer Anstieg der zusätzlichen Aufweckreaktionen.

"Insofern ist die Forderung des Magistrats an das Forum "Flughafen und Region" die Anflugroute so zu verlegen, dass keine zusätzliche Fluglärmbelastung für Neu-Isenburg entsteht, kosequent und erforderlich, notfalls soll die Stadt klagen".so Winter.  "Man kann einer stark belasteten Stadt, die 75 % des Gesamtanflugs auf Rhein Main hat, nicht noch zusätzliche Last aufbürden, auch wenn es darum geht, andere schwer belastete Städte zu entlasten."


aktualisiert von Walter Winter, 01.09.2010, 11:18 Uhr

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